Geldern,

Nachruf Thomas Snippe

Am 15.03.2021 verstarb nach schwerer Krankheit unser Kamerad Thomas Snippe.
Thomas Snippe

Thomas Snippe (*20.03.1966 / +15.03.2021)

Am 15.03.2021 verstarb nach schwerer Krankheit unser Kamerad Thomas Snippe in seiner Geburtsstadt Moers, wenige Tage vor Vollendung seines 55. Lebensjahres. Am 20.03.1966 geboren, hatte er Zeit seines Lebens mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Diesen Kampf hat er nun viel zu früh verloren.

Einen großen Teil seines Lebens verbrachte Thomas beim THW, in das er am 17.02.1990 als aktiver Helfer des damaligen „OV Kamp-Lintfort“ aufgenommen wurde. Hier bestand er am 16.05.1992 als Helfer des „3. Materialerhaltungstrupps“ (MatETr) seine Grundausbildungsprüfung und besuchte 1994 an der damaligen Katastrophenschutzschule des Landes NRW in Wesel die Ausbildungslehrgänge „KatS-Brennschneiden“ und zum „Gerätewart MKW/GKW“. Außerdem erhielt er eine Ausbildung zum „Motorsägenführer“.

Zum 01.07.1995 fusionierten die „OV Kamp-Lintfort“ und „OV Moers“ zum „OV Moers/Kamp-Lintfort“ mit Sitz in Moers, wo Thomas u.a. als Fachhelfer im „Zugtrupp“ (ZTr) bzw. in einer Fachgruppe „Infrastruktur“ (FGr I) eingesetzt war. Im Rahmen einer Bereichsausbildung wurde er 1997 zum Sprechfunker ausgebildet.

Als Anerkennung für sein großes ehrenamtliches Engagement wurde Thomas am 17.02.2000 durch den Landesbeauftragten für NRW eine Ehrenurkunde verliehen. Für seinen Einsatz anlässlich des „Jahrhundert-Hochwassers“ 2002 in Sachsen-Anhalt erhielt er im Dezember 2002 im Namen des Ministerpräsidenten für Sachsen-Anhalt die „Hochwasser-Medaille 2002“ und am 10.02.2003 im Namen des Bundesinnenministers die „Einsatzmedaille Fluthilfe 2002“ der Bundesrepublik Deutschland.

2005 wechselte Thomas in den „OV Geldern“. Hier war er zunächst als Fachhelfer im „Zugtrupp“ (ZTr) bzw. in der 2. Bergungsgruppe (B2) eingesetzt. Zur Erweiterung seiner Einsatzfähigkeit nahm er u.a. 2007 an einer Bereichsausbildung der Kraftfahrer am Standort teil und besuchte, nachdem er am 29.09.2008 zum Truppführer (TrFü) der B2 berufen worden war, im März 2009 an der THW-Bundesschule in Neuhausen einen Lehrgang „Führung Bergung für Unterführer“. Am 15.12.2007 erhielt Thomas für seine Verdienste im Namen des Präsidenten des THW das „Helferzeichen in Gold“.

Nachdem Thomas am 30.09.2011 von seinen Aufgaben als TrFü der B2 abberufen worden war, war er noch eine Zeit lang als Fachhelfer der FGr „Elektroversorgung“ (FGr E) eingesetzt.

Eine Urkunde für 25 Jahre Zugehörigkeit zum THW erhielt er am 17.02.2015 und begann fortan, sich als Jugendbetreuer in der Jugendabteilung der örtlichen „THW-Helfervereinigung“ zu engagieren, deren Mitglied er bereits am 20.12.2005 geworden war. Die Unterstützung der Jugend war ihm immer ein großes Anliegen und so war es folgerichtig, dass Thomas bereit war, sich auch für diesen Aufgabenbereich fortzubilden. Deshalb besuchte er 2016 im Schulungszentrum der „THW-Jugend NRW e.V.“ die Seminare „Erste Hilfe am Kind“ und „Diskriminierung und Inklusion“.

Bis zu seinem Ausscheiden aus der „THW-Jugend Geldern“ war er mit großem Aufwand und viel Energie bestrebt, mit den Junghelferinnen und Junghelfern „sein“ Jugend-Projekt „Ein Licht gegen das Vergessen“ zu verwirklichen. Bei einer Wochenend-Exkursion der Jugendgruppe im September 2016 zum Soldatenfriedhof nach Ysselsteyn in den Niederlanden griff er nach einer eindrucksvollen Begegnung mit Zeitzeugen des 2. Weltkrieges die Idee der Jugendlichen auf, am Totensonntag 2017 auf jedem der mehr als 30.000 Gräber eine Kerze als Zeichen gegen das Vergessen anzuzünden. Trotz all seiner Bemühungen und vieler Unterstützungen von verschiedenen Seiten waren die Hürden jedoch so hoch, dass er das Vorhaben in Ysselstyn auch in den Folgejahren nicht realisieren konnte. Derzeitige Planungen, sein Projekt an einem anderen Ort in einem kleineren Rahmen durchzuführen, gehen auf seine Ideen und Vorschläge zurück.

Die „THW-Jugend Geldern“ und der „OV Geldern“ werden Thomas Snippe als sehr engagierten Jugendbetreuer und erfahrenen, verlässlichen und stets einsatzbereiten Helfer in Erinnerung behalten.


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